Svend Lind und Holzhackmaschinen
Der Anfang
1978 kaufte sich Svend Lind ein Stück Wald. Anfangs war es ein reines Hobby.
1980 begann Svend Lind mit Aufräumungsarbeiten in seinem Wald. Bei dieser Gelegenheit erfuhr er, dass es in Dänemark keine Holzhackmaschinen gab, die für den Einsatz in Land- und Forstwirtschaft groß und kräftig genug waren. Er beschloss, eine Holzhackmaschine für der professionellen Gebrauch zu entwickeln.
1980 erwarb Svend Lind das Unternehmen Thyregod Production mit einer Produktionsfläche von 500 m2. Hier übernahm er auch die Produktion von Holzöfen, mit der in den ersten Jahren die Entwicklungsarbeit an den Holzhackmaschinen finanziert wurde. Unterstützung erhielt die Entwicklungsarbeit vom Forsttechnischen Institut. Anfangs hatte die Firma zwei Mitarbeiter. Der Produktname „TP Holzhacker“ wurde aus der Abkürzung von Thyregod Productions abgeleitet.
Mitte 1981 war der Prototyp des ersten TP Holzhackers fertig. Hierbei handelte es sich um eine Waldmaschine, die in der Lage war, Baumstämme und Äste von bis zu 25 cm Durchmesser zu zerkleinern. Der erste TP Holzhacker entspricht dem heutigen Modell TP 270. Ein starker Sturm in Nordjütland brachte 1981 den ersten größeren Auftrag: 8 Holzhacker für den Forst Rold
1982 wurde Thyregod Productions in eine Exportgruppe aufgenommen, die zusammen mit drei ebenfalls neu gegründeten Unternehmen aus fachlich verwandten Bereichen Unterstützung durch einen staatlichen Exportberater erhielt.
1983, nach der Teilnahme an der Forsttechnik-Messe Elmia in Schweden, kamen die ersten Exportaufträge für Frankreich und die Schweiz zustande. Spezielle Wünsche des schweizerischen Kunden erforderten weitere Entwicklungsarbeit, die zu neuen technischen Verbesserungen des TP Holzhackers führte.
1984 entwickelte Svend Lind zwei weitere Modelle des TP Holzhackers für den Einsatz in der Land- und Forstwirtschaft.
Ebenfalls 1984 knüpfte Svend Lind Verbindungen zu der deutschen Firma Gerhard Dücker KG, die zu einem wichtigen Partner wurde und den Einstieg in den deutschen Markt ermöglichte. Thyregod Productions und Gerhard Dücker KG begannen eine Gemeinschaftsproduktion von Holzhackern – eine Zusammenarbeit mit Fortbestand die bis heute andauert. Der Export entwickelte sich zusehends und machte eine Erhöhung der Produktionskapazität erforderlich.
1986 kaufte Svend Lind ein Gewerbegrundstück in Ølholm und errichtete darauf ein neues Werk mit dem ersten Bauanschnitt der heutigen Fabriksgebäude.
Wachstum und Professionalisierung
1989 werden drei weitere Modelle der TP Holzhacker für den Einsatz in der Land- und Forstwirtschaft entwickelt. Der erste Holzhacker in der Park-Serie geht in Produktion.
Ab 1989 steigen die Exportverkäufe auf dem deutschen Markt nach dem Fall der Berliner Mauer. Auch in den Folgejahren wächst der Export weiter kräftig an und dehnt sich schrittweise auf alle europäischen Länder aus.
1990 werden 14 Holzhacker nach Äthiopien verkauft. Mit ihrer Hilfe soll Zuckerrohr zu Briketts verarbeitet werden, um als Brennmaterial zur Schonung der Wälder des Landes beizutragen.
1990 wird das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft umgewandelt und erhält einen neuen Namen: Linddana A/S – eine Zusammensetzung aus dem Nachnamen Lind und dana für Dänemark.
1992 wird das Werk in Ølholm um weitere 2200 m2 erweitert. Der erste TP Holzhacker in der Garten-Serie geht in Produktion.
1993 ist ein so wachstumsstarkes Jahr für die Holzhacker, dass die Produktion der Holzöfen aufgegeben wird.
1993 wird ein Projekt mit Hackschnitzeln für Fernwärmezwecke in Polen abgeschlossen. Ferner besteht eine Zusammenarbeit mit der Dänischen Energiebehörde in Sachen für Holzhackschnitzel in Fernwärmeprojekten in Estland, Lettland und Litauen.
1994 wird die Firma Linddana A/S mit dem Wirtschaftspreis der Kommune Tørring-Uldum ausgezeichnet, ein Preis, der für kontinuierliche Produktentwicklung und Weitblick bei "umweltfreundliche Produkten" sowie für gute Geschäftsführung und Unternehmensentwicklung verliehen wird.
Ab1996 konzentriert sich die Entwicklungsarbeit für zwei Jahre auf die Park-Serie. Drei neue Modelle der TP Holzhacker gehen in Produktion. Das Werk wird wiederum erweitert um eine neue Blechbearbeitungsabteilung und bei Einführung modernster Produktionstechnologie wie etwa Laserzuschnitt.
1996 beginntt Linddana A/S eine Zusammenarbeit mit dem russischen technologischen Institut „Gosniti” in Moskau zum Verkauf von Maschinen in Russland und den GUS-Staaten.
Generationswechsel
2001 kommt es zu einem Generationswechsel, und die drei Töchter von Svend Lind treten in de Geschäftsleitung ein.
2003 wird eine Renovierung der Firmengebäude vorgenommen, wonach sich die Hauptniederlassung von Linddana jetzt mit einem attraktiven neuen Antlitz präsentiert. Bei dieser Gelegenheit wird auch der Fertigungs- und Verwaltungsbereich vergrößert, so dass heute 4.500 m2 Nutzfläche für Fertigung und Lager sowie 800 m2 für Verwaltung und Ausstellung der Holzhackmaschinen zur Verfügung stehen.
2005 hat die Linddana A/S 40 Angestellte.